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Bei der von Franz Anton Mesmer (1734-1815) ins Leben gerufenen Heilweise, wird die heilende Kraft durch Berühren oder Bestreichen vom Magnetiseur auf den Kranken übertragen. Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, bezeichnete diesen Lebensmagnetismus Mesmers als ein “wundersames, unschätzbares, dem Menschen verliehenes Geschenk Gottes”. Keine andere
Heilmethode wurde von ihm derart anerkannt wie der Mesmerismus. Hahnemann erkannte die Kräftigung der homöopathischen Mittel durch den Lebensmagnetismus und versäumte nie, in gefährlichen Fällen seine Patienten mit
sogenannten magnetischen Strichen zu behandeln. Bedeutende Homöopathen wie Arthur Lutze (1813-1870), Friedrich Gisevius (geb. 1867) und Adolph von Gerhard sprachen sich für den Magnetismus aus oder magnetisierten
ihre Patienten im Rahmen der homöopathischen Therapie Auch bekannte Magnetiseure ergänzten ihre Behandlungen erfolgreich durch homöopathische Mittel.
Herbert Fritsche erklärte die Wirkung des Magnetismus durch das Ähnlichkeitsgesetz: Ein Magnetiseur spürt die Symptome des Kranken, den er behandelt und nimmt diese in sich auf. Diese
Symptomengesamtheit wird im Magnetiseur ätherisiert und gelangt als homöopathische Potenz durch die mesmerische Behandlung in den Organismus des Behandelten zurück. Der Magnetiseur nimmt dem Patienten seine
Beschwerden nicht ab, sondern nimmt sie in sich auf, um sie ihm als homöopathische Heilpotenz - als das Ähnliche - wieder zurückzugeben.
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