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Bei der homöopathischen Behandlung werden zunächst in einem ersten Gespräch die Krankengeschichte und sämtliche Beschwerden des Patienten in allen Einzelheiten erfragt. Diese Erstanamnese kann sich über ein bis zwei Stunden erstrecken, kann aber durchaus auch bis zu drei Stunden dauern. Hierbei wird z.B. erfragt unter welchen Umständen die Beschwerden sich verbessern oder verschlechtern, zu welchen Uhrzeiten die Beschwerden auftreten, wie sich die Beschwerden anfühlen oder ob es auffällige Begleitsymptome gibt. Auch Kleinigkeiten, die dem Patienten unwichtig erscheinen, können für die Mittelwahl entscheidend sein.
Im Anschluss an dieses Gespräch wird der Homöopath dann das entsprechende Heilmittel ausarbeiten. Bei dieser sogenannten Repertorisation werden die herausragenden Symptome des Patienten mit einem homöopathischen Heilmittel in Einklang gebracht. Dieses ausgearbeitete Mittel wird dann in geeigneter Form verordnet.
Nach einer längeren Einnahme- und Wirkungszeit von ungefähr 4 bis 6 Wochen wird die Verschreibung dann in der Praxis überprüft und gegebenenfalls wiederholt oder verändert.
So wie der Patient und seine Beschwerden einzigartig sind, so individuell kann auch die Dauer einer homöopathischen Behandlung sein. Die Heilung von akuten Erkrankungen kann sehr rasch innerhalb von Stunden oder Tagen erfolgen, bei chronischen Erkrankungen bedarf es jedoch häufig Geduld, da bei Leiden, die seit vielen Jahren bestehen, oft mehrere Einzelmittel benötigt werden oder ein Mittel über längere Zeit eingenommen werden muss. Die Heilung von chronische Erkrankungen hängt außerdem davon ab, wie tiefliegend die Beschwerden sind, wie lange sie bereits bestanden haben und ob eine Familienbelastung vorliegt. Doch kann meist bereits von Behandlungsbeginn an mit einer allgemeinen Besserung des Befindens gerechnet werden.
Wichtig ist während der Behandlung chronischer Krankheiten, dass der Patient Geduld aufbringt und zur intensiven Selbstbeobachtung bereit ist. Nach der Einnahme des homöopathischen Mittels kann es zu einer sogenannten Erstverschlimmerung kommen. Die Beschwerden des Patienten können sich für kurze Zeit verstärken oder es können frühere Beschwerden kurzzeitig aufflackern. Dies sind jedoch positive Zeichen für die Wirksamkeit des Heilmittels und dürfen nicht unterdrückt werden.
In der Klassischen Homöopathie wird der Mensch als Einheit von Körper, Geist und Seele gesehen und behandelt. Daher wirkt das ausgewählte homöopathische Mittel auch immer auf alle diese drei Bereiche und es kann auf allen diesen Ebenen zu einer Steigerung des Wohlbefindens kommen.
Lässt sich eine Krankheit mit Hilfe der Homöopathie allein nicht heilen, so ist die Nachricht der Seele, die damit übermittelt wird, etwas tiefer gehend.
Es kann eine seelische Verletzung vorliegen, die recht stark ist und vielleicht schon sehr lange verborgen liegt. Oder die Seele möchte den Menschen dazu bewegen, durch einen mentalen oder emotionalen Lernprozess zu gehen, der für den weiteren Lebensweg einfach notwendig ist.
In diesen Fällen können weitere Therapien notwendig sein, um den Menschen in die vollständige Balance zu bringen, wie z. B. der Signaturzellheilung, einer Rückführung oder schamanischen Heilritualen.
Die Homöopathie ist jedoch eine wichtige und sanfte Basistherapie, die dem Menschen wieder zu einer körperlichen und seelischen Harmonie verhilft.
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