Klassische Homöopathie

"Andere zu erkennen ist Weisheit, sich selbst zu erkennen ist Erleuchtung."

Laotse

Seit über 25 Jahren wende ich die Klassische Homöopathie an. Hierbei werden zunächst in einem ersten Gespräch die Krankengeschichte und sämtliche Beschwerden des Patienten in allen Einzelheiten erfragt. Danach arbeite ich das individuelle homöopathische Mittel aus.

Die Klassische Homöopathie wurde von Samuel Hahnemann begründet und basiert auf dem Prinzip „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“.

Dabei wird im speziellen Krankheitsfall nach dem homöopathischen Verständnis das Mittel gewählt, das bei Gesunden eine Reihe von Erscheinungen hervorgebracht hat, die den Beschwerden des Patienten ähnlich sind. So wird beispielsweise bei Magenkrämpfen ein Mittel gewählt, dessen Arzneimittelbild entsprechende Magenkrämpfe umfasst.

In der Klassischen Homöopathie werden Mittel nach den Grundsätzen der homöopathischen Arzneimittellehre ausgewählt. Ihre Wirkungen wurden und werden im Rahmen homöopathischer Arzneimittelprüfungen an gesunden Menschen beschrieben.

Die nach dem Ähnlichkeitsgesetz der Homöopathie gewählten Mittel werden in der Regel in stark verdünnter Form gegeben. Die Herstellung homöopathischer Arzneimittel erfolgt durch wiederholte Verdünnung und Verschüttelung beziehungsweise Verreibung, das sogenannte Potenzieren.

In der klassischen homöopathischen Lehre wird davon ausgegangen, dass durch diese besondere Zubereitung die spezifischen Eigenschaften eines Ausgangsstoffes erhalten beziehungsweise in besonderer Weise wirksam werden. Auch Vorstellungen wie der von Reichenbach beschriebene „odische Lebensmagnetismus“ gehören zur historischen Entwicklung solcher naturheilkundlicher und energetischer Erklärungsmodelle.

So zerteilt die Homöopathie das Sichtbare ihrer Arzneistoffe, damit die innersten, unsichtbaren Eigenarten derselben sich umso freier ausdrücken können. Wie bei einem Samenkorn, das zu einer neuen Pflanze werden soll, werden die sichtbaren Teile des Korns zerstört, nur der unsichtbare, im Kern liegende Keim bleibt bestehen und entwickelt sich in ein neues, höheres und vollkommeneres Dasein.


Die Erstanamnese

Die Erstanamnese kann sich über ein bis zwei Stunden erstrecken, kann aber durchaus auch länger dauern.

Hierbei wird beispielsweise erfragt, unter welchen Umständen die Beschwerden sich verbessern oder verschlechtern, zu welchen Uhrzeiten sie auftreten, wie sich die Beschwerden anfühlen oder ob es auffällige Begleitsymptome gibt.

Auch Kleinigkeiten, die dem Patienten unwichtig erscheinen, können für die Mittelwahl von Bedeutung sein.

Im Anschluss an dieses Gespräch wird das entsprechende homöopathische Mittel ausgearbeitet. Bei dieser sogenannten Repertorisation werden die herausragenden Symptome des Patienten mit den entsprechenden Arzneimittelbildern abgeglichen. Das ausgewählte Mittel wird anschließend in geeigneter Form verordnet.

Nach einer längeren Einnahme- und Beobachtungszeit von ungefähr 4 bis 6 Wochen wird die Verschreibung dann in der Praxis überprüft und gegebenenfalls wiederholt oder verändert.

So wie der Patient und seine Beschwerden einzigartig sind, so individuell kann auch die Dauer einer homöopathischen Behandlung sein.

Die Dauer der Behandlung richtet sich unter anderem nach dem jeweiligen Anliegen, der individuellen Situation und dem Verlauf. Bei länger bestehenden Beschwerden kann eine längere Begleitung erforderlich sein.

Wichtig ist während der Behandlung, dass der Patient Geduld aufbringt und zur intensiven Selbstbeobachtung bereit ist.

Nach der Einnahme eines homöopathischen Mittels kann es nach homöopathischer Auffassung zu einer sogenannten Erstverschlimmerung kommen. Dabei können sich Beschwerden vorübergehend verstärken oder frühere Beschwerden kurzzeitig wieder auftreten. In der klassischen Homöopathie wird dies traditionell als mögliche Reaktion auf ein Mittel beschrieben.

In der Klassischen Homöopathie wird der Mensch als Einheit von Körper, Geist und Seele gesehen und betrachtet. Diese ganzheitliche Betrachtungsweise ist ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit mit der Klassischen Homöopathie.


Hinweis:
Die Klassische Homöopathie ist eine eigenständige Heilmethode, die auf den von Samuel Hahnemann begründeten homöopathischen Grundsätzen beruht. Ihre theoretischen Grundlagen und die ihr zugeschriebenen Wirkungen sind wissenschaftlich umstritten und nicht mit den anerkannten Wirkprinzipien der modernen Medizin gleichzusetzen.